Wanderratte

Mit einer Körperlänge bis 25 cm zuzüglich der Schwanzlänge bis 22 cm gehört die Wanderratte zu den größeren Schädlingen. Das Fell schimmert graubraun bis rötlichbraun und die Bauchseite ist hellgrau bis weiß. Kurze Gliedermaßen und unbehaarte Pfoten sind ein weiteres Erkennungsmerkmal. Als Nagetiere besitzen Ratten kräftige, tief oben und unten im Kiefer verankerte Schneidezähne, welche ständig beschäftigt werden müssen, damit sie nicht weiter wachsen. Die Wanderratte frisst so ziemlich alles. Nahrungs- und Futtermittel aller Art, welche auch verdorben oder faul sein können. Das erklärt ihr gehäuftes Auftreten auf Mülldeponien und in der nähe von Mülltonnen. Daneben schädigt die Ratte auch Feldfrüchte wie Mais und knabbert Verpackungs- oder Baumaterialien an. Auch fallen Ratten kleine Haustiere an und töten sie. Vor allem wegen direkter und indirekter Ãœbertragung von Krankheiten wie Cholera, Pest, Typhus, Tuberkulose, Maul- und Klauenseuche sowie Trichinose auf Menschen und Tiere ist die Ratte gefürchtet.Die Bekämpfung ist eine Aufgabe für fachkundige Spezialisten, darf nur mit Sachkundenachweise und nur mit genehmigten Methoden und Präparaten durchgeführt werden. Die Bekämpfung beinhaltet auch die Entsorgung von Giftködern und Tierkadavern nach Beendigung der Maßnahme. Häufig wird die Bekämpfung großflächig in Städten und Gemeinden durchgeführt. Dabei werden Köder mit Antikoagulantien (Blutgerinnungshemmer) in der Nähe von Laufwegen und der Kanalisation ausgebracht. Auch Gründen der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes dürfen die Köder an der Erdoberfläche nur in verschließbaren Behältern ausgelegt werden.Einzelne Maßnahmen sind selten von dauerhaftem Erfolg gekrönt, denn um Wanderratten nachhaltig zu bekämpfen ist eine systematische Bekämpfung erforderlich, die in regelmäßigen Abständen durchzuführen und zu überprüfen ist.

» zurück zum Schädlingslexikon