Ihr professioneller Kammerjäger für Hamburg und Umgebung        
Tel. 040 / 23 60 89 72

Geschäftskunden     Privatkunden     Schädlingslexikon     Partner     Schulungen     Karriere     Infomaterial     24h-Versprechen     F & E

Wählen Sie Ihre nächste Stadt

Startseite        Das Unternehmen         Dienstleistungen         Kontakt

Impressum                    • Sitemap

© Preventa. Alle Rechte vorbehalten.

Preventa, Ihr Kammerjäger und Partner für professionelle Schädlingsbekämpfung.
Amerikanische Schabe
(Periplanetaamericana)
Sie wird bis 38 mm groß und ist rotbraun. Der rotgelbe Halsschild besitzt 2 dunkelbraune Flecken. Flügel sind bei Tieren beiderlei Geschlechts vorhanden. Bevor Eipakete in Ecken und Ritzen verklebt und mit Holzspänen oder Papierteilchen getarnt werden, trägt das Weibchen sie wenige Stunden bis maximal 6 Tage umher. Obwohl die Larven nach 1-2 Monaten schlüpfen, benötigt die Schabe für ihre Entwicklung ungefähr 1 Jahr. Schaben brauchen sehr viel Wärme.Da sie zu den Allesfressern gehören, steht auch Gewebe, Leder, Papier und anderes organisches Material auf ihrem Speiseplan. Sie bevorzugen faulende Lebensmittel und Stoffe, die feucht und weich sind. Durch Verunreinigung werden Fäulniserreger und Krankheitskeime verbreitet. Sie übertragen beispielsweise Milzbrand, Salmonellen und Tuberkulose.Je eher Befälle entdeckt werden, desto schneller greifen Gegenmaßnahmen. Dabei kommen mit Lockstoffen präparierte Klebefallen – Detektoren genannt – zum Einsatz. Gegen Schaben helfen Sprüh-Insektizide und Fraßköder, wobei die Köder weniger schädlich für die Umwelt sind.Schabenbekämpfung muss kontinuierlich durchgeführt werden, da Einzelmaßnahmen nicht immer sofort zum Erfolg führen. Erst die systematischen und wiederkehrenden Bekämpfungsmaßnahmen bewirken nachhaltige Resultate.


Braunbandschabe
(Supellalongipalpa)
Bis zu 11 mm groß können die hellkastanien-dunkelbraunen Braunbandschaben werden, auf deren Flügeldecken sich 2 hellere Querstreifen befinden. Männchen habe lange und Weibchen kurze Flügel. Diese Art kittet ihre Eipakete in Möbelritzen u.ä. fest. Das Laufen an senkrechten Wänden oder überhängenden Decken stellt für diese Art kein Problem dar.Braunbandschaben sind Allesfresser und verbreiten einen widerlich süßen Geruch. Wie alle Schabenarten bevorzugen sie faulende Lebensmittel und Stoffe, verschmähen aber auch organische Materialien wie Gewebe, Papier und Leder nicht. Sie verursachen Schäden, indem sie Fäulniserreger und Krankheitskeime verbreiten, die Milzbrand sowie Salmonellen und Tuberkulose auslösen können.Je früher Befälle entdeckt werden, desto erfolgreicher greifen Gegenmaßnahmen. Mit Hilfe sogenannter Detektoren, wie die mit Lockstoffen versehenen Klebefallen heißen, wird ein Befall sicher festgestellt. Zur der Bekämpfung stehen Fraßköder und Sprüh-Insektizide alternativ zur Verfügung. Fraßköder haben den Vorteil, dass sie die Umwelt am wenigsten belasten.Einzelmaßnahmen führen bei der Kakerlakenbekämpfung nicht zu nachhaltigen Ergebnissen. Deshalb empfiehlt es sich die Bekämpfung systematisch in sinnvollen Zeitabständen zu wiederholen, um zu wirkungsvollen Ergebnissen zu gelangen.


Hausschabe
(Blattellagermanica)
Sie ist die in Deutschland meist verbreitete Schabenart und kann bis zu 13 mm groß werden. Sie ist gelbbraun gefärbt und hat 2 dunkelbraune Längsstreifen auf dem Halsschild. Beide Geschlechter haben zwar Flügel, können aber damit nicht fliegen. Das aus 20-40 Eiern bestehende Eipaket wird vom Weibchen nach einer Tragzeit von ungefähr 4-5 Wochen wahllos abgelegt. Die Entwicklung der dunkelbraunen Junglarven, die nach kurzer Zeit schlüpfen dauert rund 2-3 Monate. Wie andere verwandte Arten auch lieben die Hausschabe feuchte und dunkle Verstecke. Dadurch wird sie oft gar nicht bemerkt. Sie geht ausschließlich nachts auf Nahrungssuche und kann längere Zeiträume ohne Nahrung auskommen. Die Chitin-Hülle der Eipakete erweist sich als äußert resistent gegenüber Bekämpfungsmitteln.An erster Stelle der Bekämpfungsmaßnahmen steht die Detektion, das Aufspüren von Hausschaben mit Hilfe von Klebefallen, die hierfür mit Lockstoffen versehen werden.Da der Einsatz von Sprüh-Insektiziden mehr Risiken für die Umwelt birgt, ist es besser auf vergiftete Fressköder auszuweichen. Diese bewirken vergleichbare Resultate sind aber wesentlich umweltschonender.Einzelne Maßnahmen bei der Bekämpfung von Schaben sind oft nicht von Erfolg gekrönt. Besser ist es, die Maßnahmen nach einem festen System durchzuführen. Wiederkehrende Bekämpfungsaktionen bringen erfahrungsgemäß die nachhaltigsten Erfolge.


Orientalische Schabe
(Blattaorientalis)
Die orientalische Schabe wird auch Küchenschabe oder Kakerlake genannt und kann 20-28 mm groß werden. Während die Männchen kastanienbraun sind und kurze Flügel besitzen, sind die Flügel der schwarzfarbenen Weibchen verstümmelt. Bereits nach 2-5 Tagen werden die Eipakete mit rund 16 Eiern an beliebigen Orten abgelegt. Nach ca. 2-3 Wochen schlüpfen die Larven. Die Entwicklung der Wärme liebenden orientalischen Schabe dauert bei hohen Temperaturen 22 Wochen, ansonsten 1 Jahr.Charakteristisch für die orientalische Schabe ist ein widerlich-süßlicher Geruch. Wie alle Allesfresser nehmen sie neben den bevorzugten faulenden Lebensmitteln auch Substanzen aus organischem Material auf. Gewebe verschmäht die Schabe ebenso wenig wie Leder und Papier. Schäden werden durch Übertragung von Krankheitskeimen durch Verschmutzungen hervorgerufen, die gefährliche Infektionen wie Tuberkulose, Salmonellen und Milzbrand auslösen können. Die beste Gegenmaßnahme ist es den Befall durch die Schädlinge rechtzeitig zu entdecken. Hierbei helfen lockstoffpräparierte Klebefallen, auch Detektoren genannt. Die Bekämpfung erfolgt entweder durch Fraßköder oder Insektizide, welche versprüht werden. Fraßköder bergen weniger Risiken für die Umwelt und sind daher zu bevorzugen.Die dauerhafte Beseitigung erfordert in der Regel wiederkehrende, systematische Maßnahmen. Punktuelle Einzelmaßnahmen erweisen sich häufig als unzureichend.


Wühlmaus
(Arvicolaterrestris)
Wühlmäuse können 12 bis 22 cm lang und 60 bis 180 g schwer werden. Sie haben einen plumpen, gedrungenen Körperbau und einen Kopf der relativ groß und breit ist. Dadurch können sie leicht von Ratten oder Hausmäusen unterschieden werden. Die Wühlmaus paart sich bevorzugt zwischen März und Oktober. Nach etwa 3 Wochen bringt das Weibchen 3 bis 8 Junge zur Welt. Das kann sich 3 bis 6 Mal im Jahr wiederholen. Rund 8 Wochen nach der Geburt sind die jungen Wühlmäuse geschlechtsreif.Der bevorzugte Lebensraum der Wühlmaus sind frische, feuchte Böden, Böschungen, Bachufer und Gräben. Aber auch auf extensiv genutzten Wiesen und in vergrasten Jungkulturen wie Gärten, Obstanlagen und Weinbergen lebt sie in weit verzweigten Gangsystemen. Wühlschäden sind leicht zu erkennen. Auf ihrem Speiseplan stehen vor allem Pflanzenteile wie Gemüse, Knollen und Wurzeln. Die tag- und nachtaktive Wühlmaus hält keinen Winterschlaf. Sie ist nicht nur ein guter Schwimmer, sondern kann auch gut tauchen.Wühlmäuse werden hauptsächlich mit Spezialködern oder durch die Begasung ihrer Gangsysteme bekämpft.


Hausbock
(Hylotrupesbajulus)
Bei Hausböcken handelt es sich um schwarze oder braune Käfer, die 8 bis 25 mm groß werden können. Auf den Flügeldecken befinden sich weiße Flecken und der Halsschild wird von zwei Schwielen geziert, welche schwarz glänzen. Die Larven erscheinen gelblichweiß, eingekerbt und lang gestreckt. Ihre Behaarung ist kaum zu sehen. Ausgewachsen werden sie zwischen 15 und 30 mm lang.Das Hausbock-Weibchen besitzt eine ausfahrbare Legeröhre, mit der es zwischen 50 und 160 Eier in 4 bis 7 Gelegen im rissigen Holz absetzt. Die elliptischen, 2 mm kleinen Eier sind an den Enden spitz. Die Larven verbringen zwischen 3 bis 10 Jahren im Holz bevor sie reif werden für die Verpuppung. Im Larvenstadium sind Hausböcke besonders schädlich und gefährden die Statik von Bauholz. Das Ausschlüpfen beginnt nach rund 3 Wochen. Alsdann paaren sich die Holzkäfer und die Weibchen und legen neue Eier ins Holz.Hausböcke leben normalerweise im trockenen Splintholzbereich eiweißreicher Nadelhölzer und verrichten dort ihr schädigendes Werk. In Häusern und vor allem in Dachstühlen, wo die Schädlinge immer häufiger anzutreffen sind, können sie massiv die Statik von Holzkonstruktionen und schließlich des gesamten Hauses gefährden.


Stubenfliege
(Muscadomestica)
Die 7-8 mm lange schwarze Stubenfliege besitzt einen Leckrüssel, an dessen unterem Ende sich ein Saugkissen befindet. In Ruhestellung überschneiden sich die Innenränder der Flügel. Bis zu 2000 Eier legt die Fliege bevorzugt in organischen, sich zersetzenden Substanzen wie Fäkalien, Mist, Komposthaufen oder Müllplätzen ab.Menschen und Haustiefer fühlen sich durch Fliegen belästigt. Besonders gern lassen sich die Plagegeister auf menschlichen und tierischen Körperausscheidungen wie Kot, Schweiß oder Eiter nieder. Dadurch können Infektionen übertragen werden, die Cholera, Kinderlähmung, Maul- und Klauenseuche, Salmonellen und Typhus auslösen. Durch die Verschmutzung von Lebensmitteln und Einrichtungsgegenständen können diese durch krankmachende Mikroorganismen kontaminiert werden.Zu den wichtigsten Bekämpfungsmaßnahmen zählt die Entfernung von Brutstätten. Deren Entstehung lassen sich diese durch dicht schließende Abfallbehälter und eine rasche Entsorgung von Abfällen vermeiden. Auch die regelmäßig Leerung und Reinigung der Müllbehälter zählt zur Prophylaxe. Eine wirkungsvolle Maßnahme, um Stubenfliegen aus Wohnräumen fernzuhalten bieten Fliegengitter, die in Lebensmittelbetrieben bereits obligatorisch sind. Wenn Fliegen bereits eingedrungen sind schaffen UV-Geräte Abhilfe. Mit Klebetechnik ausgestattete UV-Lockfallen sind hygienisch, da sie ein Herunterfallen von Insektenteilen verhindern. In Stätten wo Lebensmitteln gelagert werden, ist das besonders wichtig.Bei besonders starkem Fliegenbefall stehen dem Schädlingsbekämpfer Nebelpräparate zur Verfügung. Die Bekämpfung von Brutstätten nebst umher kriechenden Maden erfolgt bevorzugt durch den Einsatz von Insektiziden.


Deutsche Wespe
(Paravespulagermanica)
Die Deutsche Wespe wird 13-20 mm lang. Charakteristisch sind ihre schwarzgelbe Zeichnung und ihr mit 1-3 schwarzen Punkten gefleckter Kopfschild. In ihren papierartigen Nestern dienen nur den Königinnen zur Überwinterung. Ein Grund, weshalb die deutsche Wespe im Frühjahr noch recht selten anzutreffen ist. Überwiegend Arbeiterinnen schlüpfen aus den Eiern der Königin und verursachen im Spätsommer und Herbst die Wespenplagen.Die Stiche sind schmerzhaft und können für Allergiker lebensbedrohlich sein. Die deutsche Wespe ernährt sich bevorzugt von süßen Speisen wie Obst, Marmelade, Kuchen und Säften, benötigt aber auch tierisches Eiweiß.Nur professonelle Schädlingsbekämpfer können ein Wespennest entfernen.


Gemeine Wespe
(Paravespulavulgaris)
Die Gemeine Wespe ähnelt in Bezug auf Lebensgewohnheiten und Entwicklung der deutschen Wespe. Auch ihre Nester, in denen die Königinnen überwintern, sind von papierartiger Konsistenz. Die aus den Königinneneiern schlüpfenden Arbeiterinnen werden vor allem im Spätsommer und Herbst zur Plage. Im Frühling hingegen ist die Gemeine Wespe noch recht selten. Ihre Stiche können starke Schmerzen verursachen und sind für Allergiker fatal. Wie die meisten Wespenarten stehen bei der gemeinen Wespe süße Dinge aber auch tierische Eiweiße auf dem Speiseplan.Auf keinen Fall sollten Betroffene selbst das Wespennest beseitigen oder anderweitig die Wespen bekämpfen, sondern diese Aufgabe sachkundigen Spezialisten überlassen.


Mehlmotte
(Ephestiakuehniella)
Die Mehlmotte zählt zu den Faltern und hat eine Flügelspannweite von 25 mm. Ihre bleigrauen Vorderflügel sind mit gezackten, dunklen Querstreifen verziert, die Hinterflügel sind einfarbig und heller als die Vorderflügel. Sie legt um die 200 Eier. Die bis 20 mm langen Raupen in den Farben rot, grün oder weiß halten sich in den Gespinströhrchen auf. Die Verpuppung erfolgt in gut versteckten Orten wie Ritzen oder Säcken. Die kälteempfindliche Mehlmotte paart sich 3-4 Mal im Jahr.
Schaden richten die Raupen an, indem sie Mehrprodukte und Backwaren verschmutzen, verspinnen und fressen. In Extremfällen können die Gespinste Siebe und Förderanlagen von Mühlen verstopfen. Die Beseitigung verdorbener Waren reicht gewöhnlich aus, um der Plage Herr zu werden. Die Raupen verstecken sich unter Umständen jedoch auch an anderen Orten, sodass dort dann auch wieder neue Mehlmotten schlüpfen können.Wenn Raupen oder Motten trotz gründlicher Reinigung weiterhin auftreten, ist professionelle Schädlingsbekämpfung angesagt.


Kleidermotte
(Tineolabiselliella)
Die 4-9 mm lange Kleidermotte mit gelb glänzenden Vorderflügeln und helleren Hinterflügeln bring es auf eine Spannweite von 14 mm. Rund 100-200 Eier legt das Weibchen einzeln an Stoffen ab. Während die Raupen nach ca. 14 Tagen schlüpfen, dauert die Entwicklung zum Falter rund 3 Monate. Zimmertemperatur vorausgesetzt. Da die Kleidermotte kälteempfindlich ist ihre Vermehrung von der Umgebungstemperatur abhängig. In geheizten Räumen bringt sie es auf 3-4 Generationen pro Jahr, in ungeheizten entsprechend nur auf 2 Generationen jährlich. Ein Charakteristisch sind die Gespinströhrchen, die bis 15 cm lang sein können.Die Kleidermotte frisst Löcher in Textilien aller Art wie Pelze, Teppiche oder Wollstoffe. Vor allem wird Kleidung befallen, die lange nicht getragen wurde. Aufspüren und kontrollieren lassen sich die Kleidermotten mit Pheromonfallen. Das sind mit Lockstoffen präparierte Klebeflächen an denen herumfliegende Männchen festgehalten werden. Bei geschlossenen Fenstern und Türen lässt sich auf diese Weise der Entwicklungsort ermitteln. Bei übergroßem Befall bedarf es einer Bekämpfung, wobei die befallenen Räumen bei geschlossenen Türen und Fenstern mehrere Stunden vernebelt werden.


Kornmotte
(Nemapogongranellus)
Sie besitzt eine Flügenspannweite von 12 mm und ähnelt der Getreidemotte, nur mit silberglänzenden Vorderflügeln. Ihre ca. 100 Eier legt sie zwischen Körnern ab. Die weißlich-gelben Raupen verpuppen sich sowohl im Getreide als auch in Verstecken wie Balkenrissen oder Dielenritzen. Die Kornmotte produziert jährlich 2 neue Generationen.Bevorzugte Nahrung ist Getreide und hier vor allem Roggen, der von den Raupen an- und ausgefressen wird. Körner, an denen sich Kotklumpen befinden werden von den Raupen der Mehlmotte versponnen. Des Weiteren überziehen sie auch Getreidehaufen mit glänzenden Gespinsten und verursachen so Schäden. Das befallene Getreide wird bevorzugt mit Phosphorwasserstoff begast. In Haushalten ist die Kornmotte eher selten anzutreffen.


KupferroteDörrobstmotte
(Plodiainterpunctella)
Der Falter hat eine Flügelspannweite von 20 mm und besitzt gelbgraue Vorderflügel, die an der Spitze kupferrot gefärbt sind. Sie legt um die 200 Eier und ihre weiß-rosafarbenen oder grünlichen Raupen werden bis zu 16 mm lang. Sie bringt 2 Generationen pro Jahr hervor.Die Raupen fressen die Keimlinge von Körnern sowie Löcher in Backwaren, Nüsse und Dörrobst. Sie bilden vor der Verpuppungsphase starke Gespinste, wo sie Körner mit Kotkrümeln zu Klumpen verbinden.


Brotkäfer
(Stegobiumpaniceum)
Der rostbraune ca. 3 mm lange Käfer legt bis zu 100 Eier bevorzugt an Nahrungsmitteln ab. Die weißen Käferlarven breiten sich über größere Areale aus und dringen überall ein. Sie bringen 1 Generation pro Jahr hervor und verpuppen sich in ovalen Köchen, die aus Nahrungspartikeln zusammengesponnen werden.Ihr Fraß hinterlässt kreisrunde Löcher in Nahrungsmitteln wie Brot, Gebäck, Teigwaren oder Getreidekörnern. Weiterhin verursachen sie auch Schäden an Gemüse, Fertignährmittel, Hülsenfrüchten und Kaffeebohnen. Auch Verpackungsmittel wie Papier oder Pappe ist vor Fraß nicht sicher.In Haushalten reicht es in der Regel aus, befallene Waren, die nicht mehr verwendbar sind zu entsorgen. In Apotheken oder Bäckereien können umherlaufende Käfer mit Insektiziden bekämpft werden.


Kornkäfer
(Sitophilusgranarius)
Der flugunfähige Rüsselkäfer erreicht eine Länge von 2,5 bis 5 mm. Seine Farbe variiert zwischen braun und schwarz. Das Weibchen legt das Ei in einem Getreidekorn ab, in das zuvor ein Loch genagt wurde und nach der Ablage wieder mit Sekret verschlossen wird. Hier entwickelt sich das Ei über die Larve und Puppe bis zum vollständigen Käfer. Dem Korn sieht man nicht an, dass sich eine Larve oder eine Puppe darin befindet. Statt Getreidekörner erfolgt die Eiablage auch manchmal in Teigwaren oder Graupen. Jedes Weibchen legt zwischen 100 und 200 Eiern.Die Larven fressen die Körner vollständig auf und lassen eine leere durchlöcherte Hülle zurück.Die Kornkäfer halten sich bevorzugt im Innern von feuchten Getreidehaufen auf, welche sich durch den Befall erwärmen und muffig werden. Der lichtscheue Käfer zählt zu den wichtigsten Schädlingen in Getreidevorräten.Die Vorräte in denen die Käfer leben können gemäß den gesetzlichen Bestimmungen mit Phosporwasserstoff begast werden. Andere Bekämpfungsmethoden verfehlen ihre Wirkung, da sich die Larven im Innern des Getreidekorns entwickeln.Im Haushalt lassen sich umherlaufende Käfer einfach aufsaugen und befallene Vorräte (Produkte mit ganzen Körnern) werden einfach entsorgt. Einem Befall durch die Wärme liebenden Schädlinge kann am besten durch Lagerung von Lebensmitteln unter 13° C vorgebeugt werden.


Kugelkäfer
(Gibbiumpsylloides)
Der Kugelkäfer ist rotbraun glänzend und kann zwischen 2-3 mm lang werden. Die Larven schlüpfen nach 2-4 Wochen aus den Eiern, von denen das Weibchen im Schnitt 20-30 Stück legt. Das Vermehrungshäufigkeit und Entwicklungstempo hängen von den Umgebungsbedingungen wie Temperatur und Nahrungsangebot ab. So wird in der Regel eine Generation pro Jahr hervorgebracht. In gut geheizten Räumen können es auch zwei sein. Die Käfer krabbeln bevorzugt nachts umher, da sie lichtscheu sind und sich tagsüber in Hohlräumen von Decken und Böden verkriechen. Sie lieben die Feuchtigkeit und sind häufig in alten Gebäuden anzutreffen.Der entwickelte Käfer ist der Hauptschädling und vergeht sich an allen organischen Materialien und zerstört neben Lebensmitteln bevorzugt Kunstfasern, Wolle und Seide. Der Kugelkäfer tritt besonders dort in großen Massen auf, wo sich organisches Material in Hohlräumen ansammelt. (Auch durch Ratten und Mäuse).
Vor allem in alten Häusern entwickeln sich die Käfer unter Dielenfußböden, deren Fehlboden füllung meist aus organischem Material besteht und von den Schädlingen zur Entwicklung genutzt wird. Die Bekämpfung ist langwierig, da alle Hohlräume umfassend behandelt werden müssen. Ein Aufwand, den nur Fachbetriebe durchführen können.


Mehlkäfer
(Tenebriomolitor)
Der 12-18 mm lange Mehlkäfer ist, nachdem er geschlüpft ist zunächst braun, wird dann später aber schwarz. Auf den Flügeldecken befinden sich Punktstreifen. Vom Weibchen werden zwischen 150 und 200 aneinander klebende Eier in Nahrungsmitteln abgelegt. Die 28 mm lange weiße Larve, die sich später gelbbraun entwickelt, ist als Mehlwurm ein Begriff. Die Entwicklungszeit von der Larve bis zum Käfer ist relativ lang und dauert ungefähr ein halbes Jahr.Sowohl Käfer als auch die Larven fressen und verschmutzen Mehrprodukte, Getreideabfälle sowie Teig- und Backwaren. Das klumpige und muffig riechende Mehl ist Indikator für einen Befall, der meist in Getreide- und Mehlabfällen entsteht. Larven können sich auch in Bretter und Balken bohren und übertragen diverse parasitäre Würmer.Als Befallursache kommen Vogelnester in Frage, wobei vor allem Taubennestern die besondere Aufmerksamkeit gelten sollte. Die Nester sind dann zu entfernen und wegen vieler anderer Schadinsekten sollten bei Taubenbefall auch Maßnahmen zum Taubenschutz in Betracht gezogen werden.Auf Bauernhöfen dringen die Käfer gelegentlich aus angrenzenden Getreidevorratsspeichern in Wohnräume ein. Hier kann nur der Schädlingsbekämpfer bei der Tilgung helfen.


Messingkäfer
(Niptushololeucus)
Der Körper des kugelrunden 2,5-4,5 mm großen Messingkäfers ist braun und mit langen goldgelben Haaren übersät. Das Weibchen legt ca. 20-30 Eier, woraus die Larven dann nach 2-4 Wochen schlüpfen. Wie bei vielen anderen Käferarten auch, ist die Dauer der Larvenentwicklung von der Umgebung abhängig. Also Temperatur und Nahrungsangebot. Im Schnitt gibt es 1 Generation pro Jahr, in gut beheizten Wohnungen können es auch mal zwei sein.Das voll entwickelte Tier zerstört mit Vorliebe organische Substanzen, aber auch Wolle, Kunstfaser und Seide. Selbst Zigarren sind vor ihm nicht sicher. Das sich der Messingkäfer gern in Hohlräumen aufhält, kann er dort in Massen auftreten wo sich in den Hohlräumen organische Abfall- oder Isolierstoffe befinden.Alte Häuser mit Fußbodendielung sind Orte, an denen die Käfer häufig anzutreffen sind, weil die Füllung unter den Dielen oft aus organischem Material besteht. Die Käfer benötigen das Material für ihre Entwicklung.Dort, wo sich die Käfer entwickeln, müssen sie auch bekämpft werden. Dabei müssen alle Hohlräume einbezogen werden. Die Bekämpfung ist nicht nur aufwendig, sondern kann auch langwierig sein. Sie sollte deshalb durch einen Fachbetrieb durchgeführt werden.


Reiskäfer
(Sitophilusoryzae)
Der ungefähr 3 mm lange, braun bis schwarze Reiskäfer hat 4 orangefarbene Flecken auf den Decken seiner Flügel, mit denen er auch fliegen kann. Die gesamte Entwicklung des Reiskäfers vollzieht sich im Getreidekorn. Von der Larve über die Puppe bis hin zum vollentwickelten Käfer. Das Weibchen legt jeweils 1 Ei in ein Getreidekorn, in welches es zuvor ein Loch nagt und nach der Eiablage durch ein Sekret wieder verschließt. Insgesamt sind es 100-200 Stück pro Generation. Dem Getreidekorn ist äußerlich nicht anzusehen, dass sich darin ein Käfer entwickelt. Die Körner werden von den Larven komplett ausgefressen, sodass nur eine leere und durchlöcherte Hülle übrig bleibt. Reiskäfer kommen vor allem in Getreidehaufen vor, wobei Getreide mit hohem Feuchtigkeitsgrad bevorzugt wird. Das befallene Getreide erwärmt sich und wird dabei muffig. Erhöhte Verluste entstehen durch Folgeschädlinge.Im Haushalt ist es ausreichend, befallene Produkte zu beseitigen. Danach sollten Regale und Schränke gründlich gereinigt werden. Frei laufende Käfer können einfach aufgesaugt werden.Lebensmittel sollten bei kühlen Temperaturen unter 13° C gelagert werden. Dadurch wird einem Befall vorgebeugt.Die Bekämpfung von Reiskäfern in Getreidevorräten erfolgt durch Begasung mit Phosphorwasserstoff. Hierbei sind besondere Auflagen des Gesetzgebers zu beachten. Durch andere Bekämpfungsmittel erreicht man die im Innern der Körner lebenden Larven nicht.


Reismehlkäfer
(Triboliumcastaneum)
Die Flügeldecken des 3-4 mm langen, hell rotbraun gefärbten Reismehlkäfers werden durch filigrane Punktstreifen und Längsrippen geziert. Aus den 300-600 Eiern schlüpfen gelblichbraune Larven, die bis 8 mm lang werden. Bei Zimmertemperatur entwickelt sich der Käfer innerhalb von 3-4 Monaten. Es werden mehrere Generationen pro Jahr produziert. Der Reismehlkäfer ist kälteempfindlich und leidet bei unzureichendem Nahrungsangebot.Neben Mehl fressen die Reismehrkäfer mit Vorliebe auch Backwaren, Teigwaren, Nüsse und Dörrobst. Manchmal tritt er auch am Getreide als Nachfolgeschädling des Kornkäfers und anderer Arten auf.Der Käfer hinterlässt Verunreinigungen in Mehlprodukten, wodurch Mehl klumpig wird, sich erwärmt und müffelt. Sichtbares Zeichen von Befall sind Larvenhäute. In gewerblichen Betrieben mit Vorratshaltung ist die Bekämpfung sowohl durch Begasung als auch mit Insektiziden möglich. Das seine Entwicklung im Unterschied zu anderen Käferarten außerhalb von Getreidekörnern stattfindet, sind auch chemische Verfahren und Vernebelungen geeignet, um den Käfer in jeder Entwicklungsphase erfolgreich zu bekämpfen. Da der Befall an Nahrungsmitteln auftritt, sind bei der chemischen Bekämpfung nur spezielle Präparate vom Gesetzgeber zugelassen. Alternative Bekämpfung durch Begasung erfolgt meistens mit Phosphorwasserstoff.


Speckkäfer
(Dermesteslardarius)
Der braunschwarze 6-10 mm lange Speckkäfer hat eine helle Querbinde auf den Flügeldecken. Zwischen 100 und 200 Eiern legt ein Weibchen an Nahrungsmaterial ab. Im Optimalfall bis zu 6 Mal im Jahr. Die Käfer lieben Wärme können aber kurze Zeit auch geringere Temperaturen aushalten. Behaarte Larvenhäute indizieren den Befall mit Speckkäfern. Sie fressen Löcher in Textilien, Leder und Felle. Zur Verpuppung bohren sich Larven auch in weiches Holz, Asbest und Kork hinein und verursachen dadurch weitere Schäden. Selbst Tabakballen sind vor ihnen nicht sicher.Da sie dunkle Orte bevorzugen sind sie vor allem hinter Fußleisten oder in Lattenrosten des Betts zu finden. Alle Befallsorte müssen gründlich ausgesaugt werden, Kleidung gründlich ausgeschüttelt und gewaschen werden. Wollkleidung sollte chemisch gereinigt werden, da die niederen Temperaturen die Larven nicht abtöten.Starke Befälle lassen sich nur von erfahrenen Schädlingsbekämpfern durch Besprühung mit adäquaten Insektiziden beseitigen.


Hundefloh
(Ctenocephalidescanis)
Der 1,5-3,2 mm lange, rotbraune Hundefloh hält sich im Fell oder der Nähe von Hunden auf. Er kann auch auf den Menschen überspringen. Das Flohweibchen legt bis zu 400 Eier in der Umgebung des Wirtstieres verstreut ab. Im Kehrricht und Staub von Ritzen fund Fugen entwickeln sich die Larven, die ungefähr 5 mm lang werden, fadenförmig und ohne Beine sind. Eine Flohgeneration lebt ca. 4-6 Wochen. Die Larven ernähren sich von organischen Substanzen, können aber mehrere Wochen ohne Nahrungsaufnahme leben. Ein Floh saugt Blut und plagt dabei Menschen und Tiere. Um sich vollzusaugen muss der Floh oft mehrmals zustechen. Die Stiche sind schmerzhaft und verursachen einen starken Juckreiz, der tagelang anhalten kann. Quaddelbildungen sind die Folge. Auch Bandwürmer können dabei übertragen werden.Sofern Flöhe nur vereinzelt angetroffen werden kann ihrer Vermehrung durch gründliches Staubsaugen entgegengetreten werden. Vor allem die Umgebung sollte der Schlafplatz vom Hund und anderer Haustiere gründlich gesäubert werden, da die Flohlarven hier hervorragende Entwicklungsbedingungen vorfinden.Freilaufende Hunde können gegen Flöhe mit Flohhalsbändern geschützt werden, die jedoch bei bereits eingetretenem Befall nicht mehr helfen.Für die nachhaltige Beseitigung von Flohbefällen stehen verschiedene Präparate zur Verfügung wie Juvenilhormon – Metophren (Flohentwicklung wird gehemmt, Eier und Larven werden zerstört), Fettsäuren (der Floh erstickt) oder Kaliumsalze (Eier vertrocknen). Vor der Bekämpfung mit diesen Methoden muss der Hund immer vom Tierarzt behandelt werden. Sachgemäß angewandt sind diese Präparate für den Menschen völlig ungefährlich.


Katzenfloh
(Ctenocephalidesfelis)
Der 1,5-3 mm lange Katzenfloh hat einen kurzen Kopf und hält sich mit Vorliebe in Katzennähe auf. Er kann auch gelegentlich auf den Menschen übergehen und ist heute die meist verbreitete Flohart. Schmerzhafte Stiche bei Katzen, Hunden und Menschen werden durch den Floh verursacht. Der Floh sticht mehrmals zu bis er sich mit Blut voll gesaugt hat. Ein starker Juckreiz, der tagelang anhalten kann und von Quaddelbildung begleitet wird, ist die Folge.Bei vereinzeltem Auftreten hilft gründliches Absaugen aller Plätze, wo sich Brutstätten befinden könnten. Vor allem in der Nähe der Schlafplätze von Katzen ist das der Fall, denn sie bieten den Larven ideale Entwicklungsbedingungen. Als Vorbeugemaßnahme eignen sich Flohhalsbänder für Katzen. Sie helfen allerdings nicht mehr wenn der Flohbefall bereits besteht.Wenn die Quelle beseitigt ist und die Flohherkunft bekannt, können durch chemische Behandlungen nachhaltige Bekämpfungen eingeleitet werden. Mit JuvenilhormonMetophren, Fettsäuren oder Kaliumsalzen werden jeweils Eier und Larven zerstört, die Flöhe erstickt oder die Eier ausgetrocknet. Für den Menschen sind diese Verfahren richtig angewandt völlig unschädlich.


Rattenfloh
(Xenopsyliacheopsis)
Die Weibchen des Rattenflohs sind mit 1,9-2,7 mm Länge etwas größer als die Männchen, die 1,4-2 mm lang werden können. Ein Übergang auf den Menschen ist möglich. Der Rattenfloh ist neben anderen auch ein Überträger der gefährlichen Pest.Der Rattenfloh verursacht die gleichen Schäden wie andere Floharten auch, indem er mehrfach zusticht und sich mit Blut von Tieren und Menschen voll saugt. Mit den bekannten Folgen wie tagelang anhaltender Juckreiz und Bildung von Quaddeln auf der Haut. Auch er kann dabei Bandwürmer übertragen. Vor allem in tropischen Ländern ist er häufig verantwortlich für die Übertragung von Pestinfektionen.


Pharaoameise
(Monomoriumpharaonis)
Die bernsteingelbe Arbeiterin mit dunkler Hinterleibspitze wird nur 2-2,5 mm lang. Da die Pharaoameise die Wärme liebt, ist sie nur in gut geheizten Gebäuden anzutreffen. Das Nest mit vermehrungsfähigen Tieren liegt meist gut versteckt im Mauerwerk abseits von Fressplätzen. Organische Abfälle sowie süße und eiweißreiche Nährmittel gehören zur ihren bevorzugten Nahrungsquellen. Vor allem in Krankenhäusern stellt sie wegen der Verbreitung von Krankheitskeimen eine große Gefahr dar. Sie geht auch an gebrauchtes Verbandsmaterial heran und findet wegen ihrer geringen Größe fast überall Unterschlupfmöglichkeiten. Neben Krankenhäusern ist sie auch in Lebensmittelbetrieben, Bäckereien, Großküchen sowie Hallenbädern anzutreffen. Die Bekämpfung erfolgt durch Köder. Eine komplexe Aufgabe die nur durch professionelle Schädlingsbekämpfer durchgeführt werden sollte. Das Töten einzelner Tiere bringt keinen Erfolg, da es die anderen Tiere warnt, die sich daraufhin in andere Bereiche zurückziehen. Es fördert letzten Endes nur deren Ausbreitung, weil die Nester andernorts neu aufgebaut werden.Nur systematisch und wiederholt durchgeführte Bekämpfungsmaßnahmen bringen bei der Bekämpfung von Pharaoameisen nachhaltigen Erfolg. Da die Ameisen viele Satellitennester bauen, reicht das Überleben einer einzigen Königin, um den Befall und die Ausbreitung wieder aufleben zu lassen.


Rasenameise
(Tetramoriumcaespitum)
Die 2-3,5 mm langen Arbeiterinnen der Rasenameise haben eine braune bis dunkelbraune Farbe. Die Nester sind vor allem an sonnigen Orten zu finden, wo viel Sand vorhanden ist: unter Platten und Steinen sowie an Wegrändern.Zu ihrer bevorzugten Nahrung gehört alles, was Zucker enthält sowie rohes Fleisch. Sie werden daher vor allem von in Vorratsräumen gelagerten Speisen angelockt. In älteren Gebäuden schädigen sie auch Holz. Ameisenstraßen weisen den Weg zu ihren Nestern.


Wegameise
(Lasiusniger)
Die Arbeiterinnen dieser, in Haus und Garten meistverbreiteten Ameisenart bringen es auf 2,5-4 mm Länge und sind hauptsächlich braun gefärbt. Nester finden sich im Rasen, unter Steinen, in Baumrinde sowie in Mauerspalten.Zuckerhaltige Substanzen ziehen Wegameisen magisch ebenso an wie rohe Fleischprodukte. Vor allem in Speisekammern sind sie daher anzutreffen und richten dort Fraßschäden an. Darüber hinaus verschmähen sie auch Holz nicht und können dadurch in älteren Gebäuden großen Schaden anrichten. Durch die Ameisenstraßen lässt sich der Weg direkt zu ihren Nestern verfolgen.


Hausmaus
(Mus musculus)
Die Hausmaus ist auf dem Rücken dunkel bis schwarz und auf der Bauchseite grau gefärbt. Den Schwanz eingerechnet erreicht sie eine Länge bis zu 18 cm. Sie vermehrt sich mit 4-6 Würfen pro Jahr, mit 4-9 Jungmäusen pro Wurf recht häufig. Obwohl sie trockene Räume bevorzugt ist sie recht anpassungsfähig und kann sogar kalte Temperaturen überstehen, was ihr Vorkommen in Kühlhäusern erklärt.Lebens- und Futtermittel aller Art sowie Papier, Leder und Textilien frisst sie an und verunreinigt sie durch ihre Ausscheidungen. Im Unterschied zum Rattenbefall hinterlässt sie an Getreide 1-2 mm große Nagespäne (Spelzen oder Kornstückchen). Sie ist Überträger von Krankheiten wie Paratyphus oder Trichinose. Es reicht nicht aus die Bekämpfung nur punktuell durchzuführen. Vielmehr bedarf es systematischer und wiederholter Bekämpfungsmaßnahmen und Überprüfungen. Nur so lässt sich ein nachhaltiger Erfolg sicherstellen. Fraßköder mit Antikoagulantien, wie Blutgerinnungshemmer in der Fachsprache heißen, führen zum Absterben der Mäuse und haben sich in der Praxis bewährt.


Wanderratte
(Rattusnorvegicus)
Mit einer Körperlänge bis 25 cm zuzüglich der Schwanzlänge bis 22 cm gehört die Wanderratte zu den größeren Schädlingen. Das Fell schimmert graubraun bis rötlichbraun und die Bauchseite ist hellgrau bis weiß. Kurze Gliedermaßen und unbehaarte Pfoten sind ein weiteres Erkennungsmerkmal. Als Nagetiere besitzen Ratten kräftige, tief oben und unten im Kiefer verankerte Schneidezähne, welche ständig beschäftigt werden müssen, damit sie nicht weiter wachsen. Die Wanderratte frisst so ziemlich alles. Nahrungs- und Futtermittel aller Art, welche auch verdorben oder faul sein können. Das erklärt ihr gehäuftes Auftreten auf Mülldeponien und in der nähe von Mülltonnen. Daneben schädigt die Ratte auch Feldfrüchte wie Mais und knabbert Verpackungs- oder Baumaterialien an. Auch fallen Ratten kleine Haustiere an und töten sie. Vor allem wegen direkter und indirekter Übertragung von Krankheiten wie Cholera, Pest, Typhus, Tuberkulose, Maul- und Klauenseuche sowie Trichinose auf Menschen und Tiere ist die Ratte gefürchtet.Die Bekämpfung ist eine Aufgabe für fachkundige Spezialisten, darf nur mit Sachkundenachweise und nur mit genehmigten Methoden und Präparaten durchgeführt werden. Die Bekämpfung beinhaltet auch die Entsorgung von Giftködern und Tierkadavern nach Beendigung der Maßnahme. Häufig wird die Bekämpfung großflächig in Städten und Gemeinden durchgeführt. Dabei werden Köder mit Antikoagulantien (Blutgerinnungshemmer) in der Nähe von Laufwegen und der Kanalisation ausgebracht. Auch Gründen der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes dürfen die Köder an der Erdoberfläche nur in verschließbaren Behältern ausgelegt werden.Einzelne Maßnahmen sind selten von dauerhaftem Erfolg gekrönt, denn um Wanderratten nachhaltig zu bekämpfen ist eine systematische Bekämpfung erforderlich, die in regelmäßigen Abständen durchzuführen und zu überprüfen ist.


Waldzecke
(Ixodesricinus)
Während Waldzecken im Normalzustand 2-4 mm groß sind, können sie vollgesogen bis 12 mm lang werden. Währen der Hinterleib von Männchen mit einem großen Schild bedeckt ist, haben die Weibchen einen kleineren Schild. Die Larven lauern auf Gräsern und Sträuchern und lassen sich von dort auf „Wirtstiere“ herunterfallen und beißen an ihnen fest. Erst wenn sie nach ca. 5-7 Tagen vollgesogen sind, fallen sie wieder ab vom Wirt.Bevorzugt saugen sie das Blut von Säugetieren und Menschen, aber auch von Reptilien und Vögeln. Der befallene Wirt merkt den Einstich kaum. Erst durch das Saugen entstehen Schwellungen und Juckreiz. Waldzecken sind Überträger gefährlicher Infektionen wie Zeckenencephalitis und Borreliose.


Taubenzecke
(Argasreflexus)
Sie ist 4-5 mm lang, hat 8 Beine und einen flachen, ovalen Körper, dessen Seiten muldenförmig nach oben verlaufen. Im vollgesogenen Zustand wird sie 12 mm lang. Sie halten sich bevorzugt in Taubenschlägen oder anderen Geflügelställen auf und können mehrere Jahre ohne Nahrung auskommen. Sowohl die entwickelten Tier als auch die Larven und Nymphen bewegen sich zu den Wirtstieren hin.Taubenzecken saugen Blut von jungen Tauben aber auch Hühnern und Enten. Überstarker Befall kann bei den Wirtstieren zum Tode führen. Auch Säugetiere und Menschen können befallen werden, wenn zu wenig geflügelte Wirtstiere gefunden werden. Die Bisse verursachen bei Säugern starke Entzündungen mit schlecht heilenden Wunden.


Bettwanze
(Cimexlectularius)
Die ungefähr 5-8 mm lange Bettwanze ist rotbraun und stark abgeplattet. Die gelbbraunen Larven entwickeln sich in 5 Stadien zum Vollinsekt. Nachdem die Bettwanze Blut gesaugt hat verfärbt sich ihr Körper rot bis schwarz und verdickt sich. Die Schädlinge sind nachaktiv und verstecken sich tagsüber in Matratzen, Böden, Ritzen und elektrischen Leitungsrohren. Ausgewachsene Tiere sind unempfindlich gegen Kälte und können mehrere Wochen hungern. Sie treten vor allem in Schlafzimmern auf.Die Bettwanzen suchen den Weg zu schlafenden Menschen und Haustieren. Deren Blut saugen sie vor allem nachts etwas 5-10 Minuten lang. Dabei spritzen sie ein giftiges Speicheldrüsensekret in die Einstichstelle was Quaddeln hervorruft, die bis zu 7 Tagen stark jucken. Darüber hinaus können aber auch großflächige Hautentzündungen, Beeinträchtigungen des Allgemeinbefindens sowie Sehstörungen auftreten. Bei starkem Befall treten widerlich süßliche Gerüche auf.


Heimchen
(Achetadomesticus)
Das mit Feldgrillen und Heuschrecken verwandte Insekt ist strohgelb, besitzt eine lederbraune Zeichnung und wird ausgewachsen rund 20 mm lang. Sie vermehren sich in warmen und feuchten Schlupfwinkeln von Küchen und Kellern, wo sie sich tagsüber verstecken. Nachts wandern sie, um Nahrung zu suchen. Die Allesfresser leben in den warmen Monaten oft im Freien und vermehren sich bevorzugt auf Müllplätzen.Zwar halten sich die Fraßschäden in Grenzen, doch hinterlassen Heimchen Kot und leere Larvenhüllen, welche die Nahrungsmittel verschmutzen. Das Zirpen der männlichen Tier wird oft als lästig empfunden.Die Detektion des Befalls erfolgt mit Hilfe von Klebefallen. Bei der Bekämpfung selbst können verschiedene Mittel eingesetzt werden. Darunter Gele, insektizide Lacke, Nebelpräparate, Spritzmittel und Stäube. Ist der Befall gering, sind Klebefallen oder Köderdosen als Bekämpfungsmaßnahmen völlig ausreichend.


Silberfischchen
(Lepismasaccharina)
Die flinken, flügellosen erreichen 12 mm Länge und sind silbergrau gefärbt. Für ihre Entwicklung benötigen sie bei Zimmertemperatur ca. 1 Jahr. Die gesamte Lebensdauer der lichtscheuen Silberfischchen beträgt etwa 2 Jahre. Sie benötigen feuchte Umgebungen und kommen daher vor allem in Badezimmern, Abstellkammern, Küchen und Speisekammern vor. Aber auch auf Schiffen und schlecht ausgetrockneten Neubauten sind sie zu finden. Sie ernähren sich überwiegend von Stoffen mit einem hohen Gehalt an Kohlenhydraten. Darunter Süßwaren, Klebstoffe und Kleister. Sie sind daher auch hinter schlecht geklebten Tapeten, an Textilien sowie Bucheinbänden zu finden, die sie durch durch Schabe- und Lochfraß schädigen.Mit Silikatstäuberpulver, das in Ritzen und Hohlräume ausgebracht wird, lassen sich Silberfische bekämpfen, vertreiben und vernichten. Zur Silberfischebekämpfung kommen zudem Sprühpräparate zum Einsatz.


Hausmilbe
(Glycyphagusdomesticus)
Die Hausmilbe ist 0,5 mm groß. Daher lassen sich die weißlichen Tierchen mit 8 Beinchen nur bei starker Vergrößerung erkennen. Sie vermehren sich besonders stark im Haus bei hoher Luftfeuchtigkeit. Also in Räumen, in denen es auch zu Schimmelbildung kommt. Eine Unterart ist die Hausstaubmilbe (Dermatophagoides), welche vor allem im Hausstaub zu finden sind. Während die Weibchen dieser Spezies es auf 0,3-0,4 mm bringen, werden die Männchen nur 0,2-0,3 mm lang. Ihr Befall verursacht schmutzigweiße, staubartige Beläge auf Wänden und Polstermöbeln. Hausmilben können Allergien wie Asthma und Hauterkrankungen bei empfindlichen Menschen auslösen. Verbreitet ist die Hausstaubmilbenallergie.


Staublaus
(Lepinotussp.)
Der 1-2 mm lange Schädling ist hell, manchmal aber auch dunkel gefärbt. Manche Exemplare besitzen Flügelschüppchen, andere wiederum nicht. Sie treten vor allem in Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit auf, wo sie Papierprodukte jeglicher Art wie Bücher, Tapeten oder Akten anfressen. Besonders in Neubauwohnungen, die frisch tapeziert wurden oder feucht sind können sie sich massenhaft vermehren. Der fast unsichtbare Schimmelpilzbelag auf den Tapeten wird dabei von ihnen abgefressen. Auch zu feucht gelagerte Lebensmittel werden von Staubläusen befallen und begünstigen eine starke Vermehrung. Außerdem schädigen sie mitunter Drogen, Matratzenfüllungen und Textilien.


Steinmarder
(Martes foina)
Mit einer Körperlänge von 40-50 cm und einer Schwanzlänge von 20-30 cm ist der Steinmarder kleiner als der verwandte Baummarder. Er wiegt von 1,1 bis 2,3 kg und hell graubraun bis dunkelbraun gefärbt. Kurze Gliedmaßen und eine weiße Kehlzeichnung sind weitere Erkennungsmerkmale des Steinmarders.Zwar paart sich der Steinmarder schon im Hochsommer – zur Schwangerschaft kommt es erst im darauf folgenden Frühling. Die Tragezeit beträgt 28 Tage. Zwei Monate nach dem Wurf entwöhnt das Steinmarderweibchen seine 2-7 Jungen und bringt ihnen Jagdtechniken bei. Selbstständig sind sie dann im Spätsommer. Die Lebenserwartung von Steinmardern kann sehr stark variieren. In der Regel beträgt sie 3 Jahre, in der freien Natur sind 10 Jahre möglich, in Gefangenschaft sind sogar 18 Jahre keine Seltenheit.Lichte Laubwälder und steinige Felsregionen sind der bevorzugte Lebensraum des einzelgängerisch lebenden Steinmarders. Er dringt jedoch zunehmend in Städten vor und baut bevorzugt in Scheunen oder Dachstühlen seine Höhlen. Vor allem ist er auch in Hohlräumen von Kraftfahrzeugen zu finden, wo er Schläuche und Kabel zerstört. Der nachtaktive Steinmarder ist ein Allesfresser, der zur Lebendbeute neigt, bei der Nahrungsauswahl jedoch wenig wählerisch ist. Sie richtet sich nach Beutevorkommen und Jahreszeit. Abwehrsperren, welche die Marder vertreiben und von Häusern und Autos fernhalten bieten den besten Marderschutz.

Steinmarder

Impressum                    • Sitemap

© Preventa. Alle Rechte vorbehalten.

Webdesign und Suchmaschinenoptimierung made by Sellways.net

Preventa, Ihr Kammerjäger und Partner für professionelle Schädlingsbekämpfung.
Schädlingslexikon
Standorte